Summer in the City
Hier gibt es noch mal ein Sommerprojekt. Das ist gar nicht so antizyklisch, denn das Kleid ist tatsächlich schon im Juni fertig geworden. Da der Juli hier in Bremen aber recht regnerisch und eher kühl war, habe ich es tatsächlich erst im August angezogen.
Als Disclaimer: Ich wurde für diese Worte nicht bezahlt oder beauftragt und habe sowohl Stoff wie auch Schnitt selber gekauft.
Hier ist nun das Wickelkleid Etta von Merchant & Mills bei seinem ersten Ausflug zu sehen. Dafür gleich im Sommer in Paris.

Es war ein sehr warmer Tag und das Kleid superangehm zu tragen. Ich habe eine Größe 20 genäht und nichts geändert. Es ist super viel Stoff im Rock, aber es fällt gut und nicht zu schwer. Damit besteht auch keine Gefahr, dass frau plötzlich im Freine steht, wenn ein Windhauch kommt. Es sei denn frau steht über einem Abluftschacht der Pariser Metro. Solch einen Marylin Monroe Moment gibt es aber ja nur selten…
Für ein Wickelkleid ist auch der Sitz im Oberteil sehr gut und verrutscht nicht. Ich bin schon damit Fahrrad gefahren: klappt gut und dank der zweiten innen liegenden Bindebänder bleibt das Kleid genau da, wo es bleiben soll.
Hier noch mal Fotos ohne Shirt drunter.


Bei einem neuen Nähen des Modells würde ich vielleicht im Nacken noch einen kleinen Abnäher einfügen. Das es da etwas absteht kommt vermutlich vom Rundrücken. Da das ganze Oberteil gedoppelt ist, will ich hier aber nicht noch mal ran.
Der Stoff ist glaube ich ein Baumwoll-Poly-Gemisch mit einer leichten Crinkel-Struktur vom Stoffmarkt. Bei den fast 4 Metern Stoff, die ich hier verarbeitet habe wollte ich erst mal was günstigeres probieren. So hat mich das Kleid mit Schnitt, Stoff und Nähgarn etwa EUR 50,00 gekostet.
Fazit: Ich trage es sehr gerne und fühle mich sehr wohl darin. Schöner Schnitt, gute Anleitung. Das werde ich vermutlich noch mal nähen.
Zum Abschluss noch ein Foto aus der Ausstellung im Museee d’Orsay vom letzten Tag der Ausstellung von Christian Krohg „People of the North„. Mir haben die Bilder sehr gut gefallen. Ich habe vor einiger Zeit einige Bilder von ihm in Skagen im Museum gesehen. Diese Bandbreite hatte ich nicht erwartet.

von wegen, „Touristen mit KI entfernt“. Das war auch jede Menge Handarbeit.